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Über das Buch
"Bottroper
Protokolle" von Erike Runge
eine Zusammenfassung von Elke
Joksch
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Die "Bottroper Protokolle" erschienen 1971 im
Suhrkamp Verlag und sind aus Gesprächsstenogrammen und Tonbandprotokollen
hervorgegangen.
Die Bewohner einer kleinen Stadt, die fast völlig von
der benachbarten Zeche abhängen, wurden zu ihren Lebensumständen
befragt. Um die soziale Stellung dieser Bewohner, überwiegend Arbeiter,
deutlich zu machen, übernimmt Erika Runge ihre Sprache und
Ausdrucksweise.
Ein Betriebsratsvorsitzender, ein Pfarrer, eine
Haufrau, eine Putzfrau, ein Beatsänger und eine kaufmännische
Angestellte erzählen von ihrem Leben im Schatten des "Pütts",
dessen wirtschaftliche Entwicklung mittel- oder unmittelbar über ihr Wohl
und Wehe entscheidet.
Die zentrale Bedeutung der Bergwerke macht die Autorin
deutlich, in dem sie die Berichte um die Stillegung einer Zeche gruppiert.
Aus diesem Grund dokumentiert sie auch eine entscheidende
Betriebsversammlung.
Da das Thema unseres Projektes die Geschlechterrollen
sind, sind wir auf die besondere Thematik des Buches nicht eingegangen und
haben auch nur ausgewählte Protokolle bearbeitet.
Rosi Becker hat versucht, aus den Protokollen eine
Einstellung der Interviewten zum Thema Geschlechterrollen herauszulesen.
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